Männlichkeit thematisieren

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Sie interessieren sich für einen Workshop? Es gibt viele Möglichkeiten. Lassen sie uns gerne die Passende für Ihre Zwecke finden.

Folgende Themen können Teil von Workshops sein

  • Manchmal sprechen Männer viel. "Mansplaining" nennt man es, wenn ein Mann auf erklärende Weise viel redet. Untereinander schweigen Männer jedoch oft. Vor allem wenn es um sie selbst geht und die Herausforderungen des Mannseins. Bei diesem Ansatz geht es darum, das zu ändern, miteinander ins Gespräch zu kommen und anderen Männern zuzuhören. Offen, direkt und locker.

  • Laterales Führen und flache Hierarchien sind mittlerweile für viele Organisationen charakteristisch. Geschlechterstereotype sind dabei ein wichtiges Thema, egal ob es um die Vorbildfunktion von Führungskräften bzgl. der Unternehmenswerte geht oder um die effiziente Arbeit von Teams, ohne dass Geschlechterstereotype als Hindernisse auf die Zusammenarbeit einwirken. Denn flache Hierarchien bedeuten nicht, dass nicht implizite Hierarchien dennoch die Strukturen prägen - und damit auch die Arbeitsergebnisse. 

  • "Heutzutage darf man gar nichts mehr sagen...". Wirklich? In diesem Modul geht es darum, an die Grundintention von Themen der Geschlechtergerechtigkeit zurückzukehren. Es gibt mittlerweile viele Anforderungen und viel Wissen dazu, wie man gut kommunizieren sollte - auch im Hinblick auf das Thema Geschlecht. Jedoch gerät häufig aus dem Blick, was genau dahintersteckt. Einige Menschen bekommen das Gefühl, "gecancelt" zu werden. Tatsächlich geht es jedoch um einen respektvollen Umgang miteinander und die Fähigkeit zur Perspektivübernahme im Hinblick auf andere gesellschaftliche Gruppen. Es geht darum, einen Diskurs, in dem alle zu Wort kommen, erst zu ermöglichen. Statt mit Regeln und Imperativen wollen wir uns dem nähern durch interaktive Formate, Humor und Storytelling.

  • Hier geht es um die soziale Verantwortung von Männern. Welche Normen sind mit männlicher Herrschaft verbunden? Wie kann man diese kritisch dekonstruieren? Was sind Privilegien und wie könnte man mit ihnen umgehen?

  • Ein Hindernis für die aktive Partizipation von Männern an Geschlechterdiskursen ist oft fehlende Kenntnis der Grundbegriffe. Das Ergebnis sind oft Missverständnisse und negative Erfahrungen, sobald es um Geschlechterthemen geht. In diesem Modul werden auf lockere Weise einige Grundbegriffe vermittelt, um einen Boden für Gespräche zu schaffen - kurz und bündig. Hier gilt: alle Fragen sind erlaubt!

  • Verschiedene Studien weisen darauf hin, dass es im frühkindlichen Alter keine Unterschiede zwischen Jungen und Mädchen gibt, was die emotionale Expressivität betrifft. Während ihrer Sozialisation kommt es für viele Jungen jedoch zu einem schwerwiegenden Verlust durch die Wirksamkeit von Männlichkeitsanforderungen: dem Verlust weiter Teile der eigenen Innenwelt. Männer sind hier Betroffene von gesellschaftlichen Normen. Ob es um das Fühlen von Gefühlen geht, Gefühlsbenennung oder Gefühlsausdruck: hier geht es darum gemeinsam zu entdecken, welche Rolle Gefühle spielen können und wofür Gefühle überhaupt wichtig sind.

  • Geschlechterstereotype haben Auswirkungen auf das Miteinander. Über sie wird wesentlich Diskriminierung bewirkt - und das meist sogar unbemerkt, was sie besonders effektiv macht. In Arbeitsverhältnissen können sie Verhandlungssituationen und Assessments beeinflussen sowie die alltäglichen Teamprozesse. Das Ziel ist hier, Stereotype und Mechanismen der Geschlechtersozialisation zu verstehen, um in eine Situation der Selbstbestimmung zu kommen, in der man selber entscheiden kann, nach welchen Bildern und Überzeugungen man handeln und Prozesse gestalten will - und nicht sich unbemerkt von fremdbestimmten Bildern treiben zu lassen.

  • Grundsätzlich bin ich kein Fan davon, zu werten - egal ob es um Begriffe wie toxische oder positive Männlichkeit geht. Pauschale Abwertungen verletzen. Pauschale Aufwertungen verdecken oft den Blick auf kritische Themen. Ich spreche daher lieber einfach nur von "Männlichkeit" - in all ihren vielfältigen Facetten. Dennoch ist es sehr sinnvoll über positive Bilder von Männlichkeit nachzudenken, die abseits von vereinfachenden Stereotypen liegen, mit denen viele Männer sich nicht ernsthaft identifizieren können und die weitab von ihrer tatsächlichen Lebensrealität sind. In diesem Modul geht es darum, dazu gemeinsam ins Gespräch zu kommen.

  • Care-Tätigkeiten gehören nicht zum Aufgabenspektrum traditioneller Männerbilder - egal ob es um Care-Tätigkeiten zu Hause geht wie Vaterschaft und Pflege oder unsichtbare Care-Aufgaben am Arbeitsplatz im Team, die oft zu Konflikten führen. Aber wie sieht es hier bei den teilnehmenden Männern tatsächlich aus und wie in der gesellschaftlichen Statistik? Welche Tools gibt es, um im Team damit in den Austausch zu kommen? Was verpassen Männer, wenn sie Care-Aufgaben Anderen überlassen? Und wie sieht es mit der Vereinbarkeit von Vaterschaft und Beruf aus?

  • Nach meiner Arbeit mit Männern auf vier verschiedenen Kontinenten ist dieses eines meiner Lieblingsthemen.

    Eines meiner Learnings: Männlichkeitsreflexion verbindet über kulturelle Grenzen hinweg! Zwar ist der Ausdruck von Männlichkeit interkulturell unterschiedlich, doch ebenso gibt es viele Gemeinsamkeiten weltweit.

    In diesem Modul können zudem Tools bereitgestellt werden und Übungen durchgeführt, um die Kultursensitivität zu erhöhen. Zudem kann es Fokussierungen auf Männerrollen in verschiedenen jeweiligen Kulturen geben.

Zeitrahmen und Ausrichtung 

Grundsätzlich können Workshops jeden Zeitrahmen einnehmen: von Mehrtagesworkshops und Tagesworkshops über solche, die wenige Stunden umfassen bis hin zu Flashlight-Impulsen. Es kommt vor allem auf den Anlass und die Zielsetzung an. Gerne gebe ich dazu Auskunft in einer persönlichen Beratung. 

Auch die Ausrichtung kann unterschiedlich sein: Unternehmen und politische Organisationen benötigen oft "Toolkits". "Wie kann ich morgen bereits besser mit einer bestimmten Situation umgehen?" Geht es um eine tiefergehende Beschäftigung mit Geschlecht sind dagegen eher Reflexion und Horizonterweiterung geboten. Beide Ausrichtungen sind grundsätzlich miteinander vereinbar. Gerne können wir in einem Gespräch gemeinsam herausfinden, was die richtige Balance ist.

Ebenso handelt es sich bei den aufgeführten Themen lediglich um eine Auswahl. Es gibt stets die Möglichkeit, weitere Themen im konkreten Workshop einzubringen.