
Über mich
Zu meiner Person I Story I Community
Johannes Hofmann
Ich bin Philosoph, Psychologe und Politikwissenschaftler und lebe seit einigen Jahren in Berlin.
Ich habe fast drei Jahre in der Entwicklungszusammenarbeit für die Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) im Gleichstellungsbüro und in der psycho-sozialen Beratungseinheit gearbeitet. Dabei habe ich als Co-Lead ein internes Projekt zur Beteiligung von Männern am Geschlechterdiskurs aufgebaut. Zuvor hatte ich bereits Praxiserfahrungen in psychiatrischen Kliniken und dem Referat für “Gender Issues and Human Rights” des Auswärtigen Amts mit dem Schwerpunkt “Feministische Außenpolitik” gesammelt. Da ich das Thema in anderen Organisationen ebenso voranbringen möchte, arbeite ich mittlerweile selbstständig als Trainer und Berater. Die GIZ berate ich noch immer.
Da mich das Thema “Negotiation and Conflict Resolution” interessiert, bin ich zudem Verhandlungstrainer bei Rational Games Inc. und bilde Menschen fort zu Körpersprache und Kommunikation in Verhandlungssituationen. Hier habe ich unter anderem Klienten wie das Auswärtige Amt und das BMZ trainiert.
Schließlich arbeite ich regelmäßig selbst für das Auswärtige Amt als Assistent für Staats- und Regierungschefs bei internationalen Konferenzen, wie zuletzt der Ukraine Recovery Conference 2024.
Neben meiner “normalen” beruflichen Karriere habe ich eine Leidenschaft für Kunst. Ich betreibe eine professionelle Tanzkarriere und nehme an internationalen Wettbewerben teil auf internationalen Bühnen. Beide Welten vereine ich mit meinem Konzept für Verhandlungstrainings “Negotiation as a Dance”.
Person

Meine Story
Meine ersten persönlichen Schritte begannen mit einer einfachen Erfahrung vor vielen Jahren. Als Studierender der Philosophie, Psychologie und Politikwissenschaften war ich an Fragen sozialer Gerechtigkeit interessiert. Im Seminar war ich jedoch enttäuscht. Die Diskussionen waren träge und uninspiriert. Ich hörte, dass der Professor gleich danach ein weiteres Seminar anbot und blieb sitzen. Der Titel: “Feministische Theorie”. Und da sitze ich im Grunde noch heute.
Die Sitzung war angenehm und unangenehm anders. Zum ersten mal war ich der einzige hetero-cis-Mann. Ich war unsicher, traute mich kaum zu sprechen. Doch ich wurde angehört und zu keinem Zeitpunkt abgelehnt trotz meines Andersseins. Das beeindruckte mich. Noch mehr beeindruckte mich das Niveau und die Leidenschaft meiner Kolleg*innen. Hier ging es wirklich um etwas. Alle waren all in. Ich verließ das Seminar damals mit einer einfachen Erkenntnis: Geschlechtergerechtigkeit ist ein drängendes Thema, das große Wichtigkeit hat und besonders weitgreifend ist, da es wirklich alle betrifft. Ich fühlte Neugier und Tatendrang. Und ich verließ das Seminar verwundert mit einer einfachen Frage: Wenn es alle betrifft, warum war ich dann der einzige Mann?
Mittlerweile liegen viele Jahre der fachlichen und beruflichen Beschäftigung mit Geschlechterthemen zwischen mir und diesem Erlebnis. Doch an meiner Verwunderung hat sich bis heute nur wenig geändert. Was sich jedoch geändert hat, ist der Wunsch, meine männlichen Mitmenschen an den Erfahrungen teilhaben zu lassen, die ich gemacht habe. Ich bekam den Wunsch, mit Männern ins Gespräch zu kommen über das, wozu sie meist schweigen. Insbesondere mit den weißen hetero-cis-Männern, denen die genauso sind wie ich. Ich nutzte die Chance, um in der Entwicklungszusammenarbeit ein Projekt aufzubauen, bei dem ich mit den männlichen Mitarbeitern zu Geschlechterrollen arbeiteten konnte. Es war der Beginn einer Reise, die ich noch immer fortschreibe. Lass uns miteinander ins Gespräch kommen.